Bauakademie
Bauakademie, Schinkelplatz, Schloss;
Luftbildaufnahme um 1913, bearbeitet von Dialog Design Michael Marschhauser
Bauakademie am Schinkelplatz Foto 1930, © Förderverein und Meßbildanstalt Bauakademie (ausgebrannt), Foto: Jonas Geist - um 1950 - Schau- und Musterfassade (links ), Foto und Bearbeitung: Wolfgang Schoele

Einleitung

Ziele des Vereins

Zum historischen Zentrum Berlins gehörte die Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel, ein architektonisch hervorra­gendes Gebäude am Kupfergraben neben der Friedrichswer­derschen Kirche gegenüber vom Schloss. Die Bauakademie wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den Jahren 1961/62 nach der Wiederherstellung des Rohbaus abgetragen, um Platz für das Außenministerium der DDR zu schaffen. Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1995/96 zurückgebaut, so dass dort die Bauakademie wieder errichtet werden kann. Der politische Konsens zum Wiederaufbau ist gegeben. Eine Reihe von Projekten wurde erarbeitet, die aus den unter­schiedlichsten Gründen allerdings bislang  nicht umgesetzt werden konnten. 

Der Förderverein Bauakademie engagiert sich seit 1994

  • für den Wiederaufbau des Gebäudes der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel mit originalgetreuen histo­rischen Fassaden damit die Bauakademie äußerlich wieder so entsteht wie sie bis zur teil­weisen Zer­störung im Zweiten Weltkrieg und vor dem späteren Abriss nach einer Teilrekonstruktion in den 50er Jahren bestand, sodass wieder der Schlussstein in die Kupfergraben­landschaft gesetzt werden kann; die Musterfas­sade sowie das Bodendenkmal der ehemaligen Funda­mente sollten einbezogen werden,

  • für den Innenausbau des künftigen Internationalen Innovations-, Ausstellungs-, Veranstal­tungs- und Kon­ferenz­zentrums unter Berücksichtigung der früheren Proportionen und Raster des ehemaligen Gebäudes der Bauakademie,

  • für die Bildung des Schinkelforums, einem internati­onalen Zentrum in der Bauakademie zur Wissens­ver­mittlung und zum Wis­sens­austausch in den inter­dis­ziplinären Gebieten der Architektur, des Wohnungs- und Städtebaus, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Wertschöpfungskette Bau einschließlich der Immobilienwirtschaft unter Berück­sichti­gung der Digitalisierung – 4.0 –. Dazu ge­hören ferner weitere Kultur- und Wissenschaftsein­richtungen (beispielsweise Nieder­lassungen von Forschungs- oder Hoch­schuleinrichtungen und des Denk­malschutzes. Auf Teilflächen kann gegebenenfalls auch ein Schinkel­museum eingerichtet werden so wie es nach Schinkels Tod zunächst in dessen Wohnung vorhanden war.) und hat ergänzend dazu die gemeinnützige Errich­tungs­stiftung Bauakade­mie gegründet. An der Errichtungs­stiftung Bauakademie kann sich jeder Interessierte beteiligen (Kurzinfor­mation bitte anklicken) -P pdf 52055 -  Weitere Details siehe Stiftungen - bitte anklicken -).

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Fortsdetzung: Der Förderverein Bauakademie engagiert sich seit 1994

Inzwischen ist ein Verband der deutschen Bauindustrie be­reit, sich da­für einzusetzen, dass seine Mit­glieder auch der Er­rich­tungs­stif­tung Bauakademie Zu­stiftungs­kapital zur Finan­zierung des Wieder­aufbaus der Bauaka­demie zur Verfü­gung stellen, wenn die Grund­stücks­frage kostenneutral gelöst werden kann. Der Portfolio­ausschuss der Berli­ner Immobilienmanagement GmbH hat im August 2015 beschlossen, das Bauaka­demiegrundstücks im Wege des Erbbaurechts zu ver­geben. In diesem Zusammenhang wurde der Ver­ein Internationale Bauakademie Berlin (IBB) beauf­tragt, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten und mit po­tentiellen Nutzern Kontakte aufzunehmen. Die Kontakte zu Stiftern, Be­hörden und dem Verein IBB werden im Jahr 2016 fortgesetzt. Für den hoffentlich un­zu­treffenden Fall, dass eine gemeinsame Lösung der Bauakademievereine nicht gefunden werden kann, wonach es jedoch leider zur Zeit auszusehen scheint, behalten sich der Förderverein sowie die Errichtungsstiftung Bauaka­demie vor, auf Basis eines Stiftungsmodells mit einem hohen öffent­lichen Nutzungsanteil die Durchführung eines Konzept­verfahrens – wie in der Ent­scheidung des Portfolioausschusses auch vorgesehen – zu beantragen.
(Stand 30. April 2016 ).

Zusammenfassung: Ein Internationales Innovations-, Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Konferenz­zentrum (Zentrum für die verantwor­tungsbewusste Gestaltung von Lebensräumen – Schinkelforum –) im wieder aufgebauten Gebäude der Bauaka­demie soll einerseits als international ausgerichteter Ort der Wissensvermittlung und des Wis­sensaus­tausches in den interdis­ziplinären Gebieten der Architektur, des Wohnungs- und Städtebaus, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Wertschöpfungskette Bau einschließlich der Immobilien­wirtschaft unter Berücksichtigung des Internets der Dinge (Stichwort: Digitalisierung – 4.0 –) dienen sowie andererseits weiteren Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zur Verfügung stehen. Somit soll der Anspruch Berlins als Stadt des Wissens international zukunftsorientiert erfüllt wer­den. Über die Aktivitäten hinsichtlich des Wiederaufbaus der Bauakademie und deren Nutzung wird auf folgenden Seiten berichtet.
1) http://www.foerderverein-bauakademie.de/aktuelles.html
2) http://www.foerderverein-bauakademie.de/projektstudien.html
3) http://www.foerderverein-bauakademie.de/nutzung-des-gebaeudes.html
4) Zur Wiederbegründung der Institution Bauakademie: Aufgaben siehe Schaubild:  Bitte hier anklicken (20160322)[nbsp]

Perspektive: Grundsteinlegung möglichst im Jahr 2016, in dem sich die erste Einweihung der Bauakademie zum 180. Mal jährt, und Wiedereröffnung 2019 im Jahr der 220. Wiederkehr der Gründung der Institution Bauakademie. Im Jahr 2019 wird auch das gegenüberliegende Humboldt-Forum im wieder augebauten Berliner Stadtschloss eröffnet werden.