Rekonstruktion und Nutzung der BauakademieEhemalige Nutzung: Ideal wäre eine dem genius loci, dem ursprünglichen Geist des Ortes, folgende Nutzung, d. h. eine Nutzung durch die wieder zu begründende Institution Bauakademie. Die Bauakademie bildet den geistigen und funktionalen Rahmen für eine Akademie der interdisziplinär ausgerichteten Kompetenzen des Planens, Bauens und Betreibens von baulichen Anlagen. Dort soll die Wissenschaft und Forschung in denjenigen Bereichen gefördert werden, denen eine Verantwortung für die wirklich nachhaltige Gestaltung unserer Lebensräume zukommt. Für das Erdgeschoß, wird wie bereits von Schinkel zur günstigeren Finanzierung des Baues vorgeschlagen und durchgeführt, Geschäfte oder Boutiken in Aussicht zu nehmen. Dies wäre sorgfältig mit Rücksicht auf die hier verkehrende bzw. nicht verkehrende Laufkundschaft zu planen. Erstrebenswert wäre des weiteren ein Café oder Restaurant. Immer wieder werden Museen zur Nutzung vorgeschlagen, was jedoch in
der Situation der Staatsfinanzen kaum eine Aussicht auf Realisierung
durch das Land Berlin hat. Schinkel hatte seinen Dienstsitz und seine
Wohnung in der Bauakademie, schon ab 1844 war in der Bauakademie ein
Schinkelmuseum eingerichtet, und so wäre es sinnvoll und bei dem
etwas verstreuten Nachlaß Schinkels angeraten, auch eine entsprechende
Ausstellungsfläche in der Rekonstruktion des Baues, vorzusehen,
um an das architektonische Erbe des Architekten zu erinnern. 1. Deutsches Bauforum, "...soll Rahmen und Motor für den gesellschaftspolitischen Versuch sein, [...] das technische, wirtschaftliche, ästhetische und politische Verständnis für das Bauen im 21. Jahrhundert zu wecken und zu entwickeln." (S. 31) 2. Dependence der Bundeskunsthalle. Geplant ist eine ganzjährige Auslastung mit 4 - 5 großen Ausstellungen, auch in Zusammenarbeit mit den großen Berliner Museen. 3. Europäische Bauakademie. "Anknüpfend an die Tradition der Bauakademie wird eine Europäische Bauakademie zur Förderung des unabhängigen und interdisziplinären Nachdenkens über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der europäischen Stadt vorgeschlagen." (S. 35) 4. Berliner Architekturmuseum. Vorschlag von Josef Paul Kleihues,
bezogen auf ein Architekturmuseum mit Sonderausstellungen und Architektursammlungen. Der Förderverein Bauakademie hat im Oktober 1999 nach Gesprächen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie mit der seinerzeitigen Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr die Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung der wieder zu errichtenden Bauakademie gegründet, in der Vertreter von Banken, Finanzierungs- und Management-Gesellschaften, interessierte mögliche Nutzer sowie Mitglieder des Bildungsvereins Bautechnik (Bauherr der Musterfassade) vertreten waren. Die Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung entwickelte
Im April 2000 konnte die Arbeitsgemeinschaft erste Ergebnisse ihrer
Arbeit vorlegen. Im März 2001 wurden diese auch auf der Internationalen
Immobilienausstellung in Cannes vorgestellt. Die Vorschläge werden
von der Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung / Neue Bauakademie
laufend fortgeschrieben und ergänzt. Im Jahr 2007 führten
die mit Vertretern der Berliner Universitäten, Fachhochschulen
sowie Verbänden des Architektur und Baubereichs durchgeführten
Symposien zu dem Ergebnis, die Wiederbegründung der Institution
zu befürworten und entsprechende Schritte einzuleiten.
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