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Nutzungs- und Realisierungsstudie zum Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie

Rekonstruktion und Nutzung der Bauakademie

Ehemalige Nutzung:

Erdgeschoß:
Läden, um die Gegend zu beleben und die Finanzierung des Baues zu erleichtern.
1. Obergeschoß:
Allgemeine Bauschule (Bauakademie) mit Zeichensälen, Hörsaal, Bibliothek und Sammlungen 2. Obergeschoß:
Oberbaudeputation (Oberste Baubehörde Preußens), Sitzungsräume, Dienstwohnung Schinkels.
Dachgeschoß:
Reposituren

Die Bauakademie hatte bei einem Grundriß von 46 x 46m eine Bruttogeschoßfläche von gut 2.000m2, das sind (inkl. Sockelgeschoß) ca 11.000 m2 insgesamt. Die Geschoßhöhe liegt zwischen 4,00m und 6,06m, sie muß original wieder hergestellt werden. Man kann von 5 Geschossen ausgehen: Sockelgeschoß, Erdgeschoß, 1. bis 3. Obergeschoß.
Zum Sockelgeschoß: Es könnte ‘normal’ genutzt werden, denn es hatte Fenster (1,50 - 1,80m über Niveau); mit anderen Worten: die Flächen erlauben die Wertung als normales Geschoß.


Künftige Nutzung:

Bildungseinrichtung und andere Vorschläge

Ideal wäre eine dem genius loci, dem ursprünglichen Geist des Ortes, folgende Nutzung, d. h. eine Nutzung durch die wieder zu begründende Institution Bauakademie. Die Bauakademie bildet den geistigen und funktionalen Rahmen für eine Akademie der interdisziplinär ausgerichteten Kompetenzen des Planens, Bauens und Betreibens von baulichen Anlagen. Dort soll die Wissenschaft und Forschung in denjenigen Bereichen gefördert werden, denen eine Verantwortung für die wirklich nachhaltige Gestaltung unserer Lebensräume zukommt.

Für das Erdgeschoß, wird wie bereits von Schinkel zur günstigeren Finanzierung des Baues vorgeschlagen und durchgeführt, Geschäfte oder Boutiken in Aussicht zu nehmen. Dies wäre sorgfältig mit Rücksicht auf die hier verkehrende bzw. nicht verkehrende Laufkundschaft zu planen. Erstrebenswert wäre des weiteren ein Café oder Restaurant.

Immer wieder werden Museen zur Nutzung vorgeschlagen, was jedoch in der Situation der Staatsfinanzen kaum eine Aussicht auf Realisierung durch das Land Berlin hat. Schinkel hatte seinen Dienstsitz und seine Wohnung in der Bauakademie, schon ab 1844 war in der Bauakademie ein Schinkelmuseum eingerichtet, und so wäre es sinnvoll und bei dem etwas verstreuten Nachlaß Schinkels angeraten, auch eine entsprechende Ausstellungsfläche in der Rekonstruktion des Baues, vorzusehen, um an das architektonische Erbe des Architekten zu erinnern.

Die Berliner Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr hat 1997 unter dem Titel "Wiederaufbau der Bauakademie" eine Machbarkeitsstudie mit vier Vorschlägen bei Hauptnutzflächen zwischen 5.836qm und 7.852qm vorgelegt:

1. Deutsches Bauforum, "...soll Rahmen und Motor für den gesellschaftspolitischen Versuch sein, [...] das technische, wirtschaftliche, ästhetische und politische Verständnis für das Bauen im 21. Jahrhundert zu wecken und zu entwickeln." (S. 31)

2. Dependence der Bundeskunsthalle. Geplant ist eine ganzjährige Auslastung mit 4 - 5 großen Ausstellungen, auch in Zusammenarbeit mit den großen Berliner Museen.

3. Europäische Bauakademie. "Anknüpfend an die Tradition der Bauakademie wird eine Europäische Bauakademie zur Förderung des unabhängigen und interdisziplinären Nachdenkens über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der europäischen Stadt vorgeschlagen." (S. 35)

4. Berliner Architekturmuseum. Vorschlag von Josef Paul Kleihues, bezogen auf ein Architekturmuseum mit Sonderausstellungen und Architektursammlungen.

Im Jahr 2004 wurde im Rahmen des Aufbaustudiengangs Real Estate Management an der Technischen Universität, Berlin, die Masterarbeit „Nutzungs- und Realisierungsstudie zum Wiederaufbau der Schinkelschen Bauakademie“ erstellt. Die Informationen sind unter www.pgruppe.de/pro.html Rubrik „Projektentwicklung / Machbarkeitsstudie“ abrufbar (pdF-Datei) -Link


Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung / Neue Bauakademie

Der Förderverein Bauakademie hat im Oktober 1999 nach Gesprächen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie mit der seinerzeitigen Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr die Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung der wieder zu errichtenden Bauakademie gegründet, in der Vertreter von Banken, Finanzierungs- und Management-Gesellschaften, interessierte mögliche Nutzer sowie Mitglieder des Bildungsvereins Bautechnik (Bauherr der Musterfassade) vertreten waren. Die Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung entwickelte

  • mit potentiellen Nutzern eine realistische Nutzungskonzeption
  • mit Vertretern von Banken sowie Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften mögliche Finanzierungskonzeptionen
  • sowie mit Vertretern einer Projektentwicklungsgesellschaft und eines Baumanagement-Unternehmens eine Umsetzungskonzeption.

Im April 2000 konnte die Arbeitsgemeinschaft erste Ergebnisse ihrer Arbeit vorlegen. Im März 2001 wurden diese auch auf der Internationalen Immobilienausstellung in Cannes vorgestellt. Die Vorschläge werden von der Arbeitsgemeinschaft Nutzung und Finanzierung / Neue Bauakademie laufend fortgeschrieben und ergänzt. Im Jahr 2007 führten die mit Vertretern der Berliner Universitäten, Fachhochschulen sowie Verbänden des Architektur und Baubereichs durchgeführten Symposien zu dem Ergebnis, die Wiederbegründung der Institution zu befürworten und entsprechende Schritte einzuleiten.

  Exposé zum Wiederaufbau

  • Originale Rekonstruktion der Fassade bei neuem sich an der Nutzung orientierenden Innenausbau bei Berücksichtigung von Proportionen und Raster.
  • Nutzung als Internationales architektur- und baubezogenes Innovations-, Ausstellungs-, Konferenz- und Veranstaltungszentrum. im Rahmen der wieder zu begründenden Institution Bauakademie (Neue Bauakademie) in Anpassung an die heutigen Gegebenheiten der nachhaltigen Wissensvermittlung in allen Angelegenheiten, die den gesamten Komplex des Bauens beinhalten, fortschreiben bzw. neu definieren.

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