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Geschichte des Baues

Eduard Gärtner (1801-1877), Nationalgalerie Staatliche Museen zu Berlin
Eduard Gaertner (1801-1877)
Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie

  • 9.3.1831 K. F. Schinkel erwähnt erstmalig in einem Brief an P.C. Beuth Entwürfe und Kostenanschläge für die Allgemeine Bauschule und die Oberbaudeputation.
  • 12.3.1831 P. C. Beuth stellt den Antrag an Friedrich Wilhelm III., Bauplatz auf dem Gelände des ehemaligen Packhofs zu genehmigen.
  • 29.3.1831 der König erteilt die Genehmigung für Bauplatz und Entwürfe.
  • 1831 weitere Planung und Anfertigung modifizierter Entwürfe.
  • 8.2.1832 Beginn des Abbruchs des alten Packhofes.
  • 1.4.1832 Beginn des Neubaus der Allgemeinen Bauschule.
  • 1833 Fertigstellung des Rohbaus.
  • 1834 erfolgt die Einwölbung der Decken und Bögen, die Aufmauerung der Füllwände, das Ausmauern der Brüstungen und Einsetzen der Gesimsziegel und Verblendungssteine, das Anbringen der Schmucktafeln.
  • 1835 Beginn des Innenausbaus.
  • 1.4.1836 wird das Gebäude der Nutzung übergeben.
    10.7.1836 Friedrich Wilhelm III. genehmigt die Platzumgestaltung durch P. J. Lenné.

Schinkel, der bedeutendste Baumeister Preußens und vielleicht wichtigste deutsche Architekt des 19. Jahrhunderts, schuf mit der Bauakademie ein Bauwerk, das in mehrfacher Hinsicht richtungsweisend wurde. Der Bau aus unverputzten ‘rohen’ Ziegeln, der darin an die Backsteingotik (z. B. Kloster Chorin, die Marienburg) anknüpft, ist ein Musterbeispiel für die Gewerbeförderung in Preußen. Angeregt durch englische Fabrikbauten des frühen 19. Jahrhunderts gilt der Bau in seiner technologischen Ästhetik als erster architektonisch bedeutsamer Industriebau in Deutschland. Aus ihm ging im 19. Jahrhundert der Typus der Stockwerksfabrik (z. B. Hackesche Höfe) hervor. Aufgrund ihrer Konstruktion aus tragenden Stützen und nichttragenden Wandelementen kann die Bauakademie als ein Vorläufer für die moderne Skelettbauweise angesehen werden.
Das strukturale Element, die Segmentbogenkappe, später Preußische Kappe genannt, wurde auf einem Pfeilersystem mit Zwischenstützen (mangels Stahlträgern, die in Preußen noch zu teuer waren) seriell eingesetzt, die Serie der Elemente gleichsam dreimal geknickt zum städtebaulich wirksamen Kubus geformt.

  • 1879 Umbau durch Richard Lucae: Schließung des oben offenen Innenhofes und Einbau einer Treppe. Auch in der Folgezeit immer wieder Umbauten im Inneren je nach Bedarf der nutzenden Institutionen.
  • 1945 Am 3. Februar wurde die Bauakademie bei einem schweren Bombenangriff getroffen und brannte innen aus.
  • In den 50er Jahren Wiederaufbau der Bauakademie: ca 90% des Rohbaues waren fertiggestellt. Das Material für die Vollendung lag bereit. Beim 1958/59 durchgeführten "Ideenwettbewerb zur sozialistischen Umgestaltung des Zentrums der Hauptstadt der DDR, Berlin", bei dem der Erhalt oder der Abriß der Bauakademie noch frei gestellt war, entschieden sich zunächst noch 44 der 56 Teilnehmer für den Erhalt der Bauakademie.
  • Bei der im Februar 1960 begonnenen internen Konkurrenz von drei ausgewählten Entwurfsgruppen war die Bauakademie nicht mehr zu berücksichtigen.
  • Juli 1961 - Februar 1962: Abriß der Bauakademie
  • 1967 Bau des Außenministeriums der DDR
  • 1995 Restaurierung der Türen des rechten Portals.
  • 1995/96 Abriß des Außenministeriums der DDR · Sicherung der Fundamente als Bodendenkmal.· Durchführung von archäologischen Untersuchungen.
  • 1998/99 Auflage der ersten Steinadoption durch den Förderverein Bauakademie als Beitrag zur Mitfinanzierung der Musterfassade
  • September 1999 Grundsteinlegung für die Musterfassade (Link zur Seite Musterfassade)
  • Herbst 2001 Fertigstellung der gemauerten Musterfassade nach Anbringen der Terrakottareliefs im 1. OG.
  • August 2004 Fertigstellung der Schaufassade (Link zur Seite Musterfassade)
  • 2005 Auflage der 2.Stein- und Terrakotta-Adoption des Fördervereins Bauakademie zur Mitfinanzierung der Herstellung von Terrakotten für die Fassade der Bauakademie (Link zum Prospekt 2. Stein- und Terrakotta-Adoption)
  • 2007 Abschluss des Projekts das „Digitale Modell“ der Schinkelschen Bauakademie. Das „Digitale Modell“ ist ein Projekt des Fördervereins für die Schinkelsche Bauakademie. Es wurde von den Herren David Bornemann (Technische Universität, Berlin) und Thomas Rox (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn) im Rahmen einer jahresübergreifenden Seminararbeit entwickelt. Ziel des Projekts ist es, den hohen Anteil noch vorhandener und daher auch reproduzierbarer Formsteine und Reliefs der Fassaden der Bauakademie hinsichtlich deren Denkmaleigenschaft zu dokumentieren.
  • Ostern 2008: Angebot des Berliner Unternehmers Hans Wall, dem Land Berlin für den Wiederaufbau der Bauakademie einen Betrag von bis zu 20 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen.
  • Mai 2008: Genehmigung der Errichtungsstiftung Bauakademie des Fördervereins Bauakademie.
  • Oktober 2008 / Februar 2010:Die Liegenschaftsfonds Berlin GmbH gibt im Oktober 2008 eine EU-weite Ausschreibung für den Verkauf des Bauakademie­grundstücks mit dem Ziel bekannt, dass der Käufer die Bauakademie nach dem historischen Vorbild wieder errichtet. Der Käufer des Grundstücks wird ferner verpflichtet, einer zu gründenden Akademie für Architektur und Städtebau ca. 75 vH der Fläche des wieder aufgebauten Gebäudes gegen Erstattung der Betriebskosten unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
    Die Liegenschaftsfonds Berlin und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung haben in einer Pressemitteilung vom 15.09.2009 mitgeteilt, dass nach Abschluss der 1. Stufe des mehrstufigen Verfahrens den Bewerbern  die Unterlagen zur Erstellung eines endgültigen Angebots für die Grundstücksvergabe in Verbindung mit dem Neubau der Bauakademie  übermittelt worden sind. Mit einer Entscheidung, wer den Zuschlag erhält, wurde in der ersten Hälfte des Jahres 2010 gerechnet. Bereits im Februar 2010 hat der Liegenschaftsfonds das Bieterverfahren eingestellt, da kein den Aus­schreibungsbedingungen entsprechendes Angebot abgegeben worden war (siehe auch Position „Aktuelles“: 9. Februar 2010). Der Förderverein Bauakademie hat dem Senat vorgeschlagen, seine Haltung zu modifizieren und in das künftige Planungsverfahren die aktiven Vereine, die sich mit dem Wiederaufbau der Bauakademie sowie deren Nutzung befassen, Universitäten / Hochschulen und Verbände einzubeziehen.
  • Links zum Exposé und zur Wiederbegründung der Institution (Symposien) und Satzung Errichtungsstiftung Baukademie sowie Verwaltungsstiftung Neue Bauakademie 

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Statement Wiederbegründung der Institution Bauakademie